Du möchtest herausfinden, ob ein sozialer Beruf zu dir passt? Ob Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Praktikum: Bei der Franziskus Stiftung sammelst du wertvolle Erfahrungen, lernst die Arbeit im Gesundheitswesen kennen und kannst dich sozial engagieren.
Wir bieten dir drei verschiedene Möglichkeiten, die Pflege kennenzulernen: vom kurzen Schnupperpraktikum bis hin zum mehrmonatigen Freiwilligendienst. Übrigens: FSJ und BFD sind im Alltag identisch, der Unterschied liegt nur in formalen Details. Finde heraus, welcher Weg zu dir passt!
Das FSJ ist ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. Es bietet dir die Möglichkeit, dich 6 bis 12 Monate lang sozial zu engagieren und dabei wertvolle Einblicke in die Arbeit im Gesundheitswesen zu gewinnen.
Rahmenbedingungen
Start: Jährlich am 1. August oder 1. September (andere Termine sind nach Absprache möglich)
Dauer: In der Regel 12 Monate, mindestens 6 Monate für eine Anerkennung
Alter: 16 – 27 Jahre
Urlaub: 30 Tage pro Jahr
Deine Perspektive nach dem FSJ
Nach einem FSJ ist der Einstieg in eine Ausbildung bei uns deutlich einfacher. Viele unserer Auszubildenden haben ihr FSJ zuvor bei uns absolviert. Wir möchten dich für die Pflege begeistern und dich anschließend, sofern die Voraussetzungen stimmen, in eine Ausbildung übernehmen.
Der BFD ist ein Freiwilligendienst für Menschen jeden Alters – vom Schulabschluss bis zum Ruhestand.
Für junge Menschen (16–27 Jahre) ist der Alltag identisch zum FSJ: Du arbeitest im gleichen Team, hast die gleichen Aufgaben und Vorteile. Der einzige Unterschied liegt in der Trägerschaft.
Das Besondere: Ab 27 Jahren kannst du den BFD auch in Teilzeit (mindestens 20 Stunden pro Woche) absolvieren. Das ist ideal für alle, die sich beruflich neu orientieren oder sich neben ihren anderen Verpflichtungen engagieren möchten.
Der BFD ist perfekt für dich, wenn du:
Rahmenbedingungen
Start: Jährlich am 1. August oder 1. September (andere Termine sind nach Absprache möglich)
Dauer: In der Regel 12 Monate, mindestens 6 Monate für eine Anerkennung
Alter: Ab 16 Jahren, ohne Altersbegrenzung
Urlaub: 30 Tage pro Jahr
Darum ist der BFD besonders interessant für alle ab 27 Jahren
Teilzeit möglich: ab 20 Stunden pro Woche
Berufserfahrung einbringen: Deine Lebenserfahrung ist wertvoll, besonders in der sozialen Betreuung.
Flexible Perspektiven: Ob Neuorientierung, Übergang in den Ruhestand oder ehrenamtliches Engagement.
Deine Perspektive nach dem BFD
Auch nach dem Bundesfreiwilligendienst ist der Einstieg in eine Ausbildung bei uns deutlich einfacher. Der BFD eignet sich auch hervorragend zur beruflichen Neuorientierung. Ob Festanstellung als Pflegehelferin oder Pflegehelfer, berufsbegleitende Qualifizierung oder ehrenamtliches Engagement – gemeinsam finden wir deinen Weg.
Ein Praktikum in der Pflege ist die perfekte Möglichkeit, um herauszufinden, ob ein sozialer Beruf zu dir passt. Du erhältst intensive Einblicke in die Arbeit in unseren Krankenhäusern oder Altenhilfeeinrichtungen.
Diese Praktika bieten wir an
Jahrespraktikum (FOS)
Einige unserer Einrichtungen bieten auch Jahrespraktika für Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse Fachoberschule (Sozial- und Gesundheitswesen) an. Bitte bewirb dich über unser Initiativbewerbungsformular und gib dabei dein Interesse am FOS-Praktikum an.
Wichtig zu wissen
Dauer: Ab 1 Woche (Schulpraktikum meist 2 – 3 Wochen)
Alter: Ab 14 Jahren (je nach Einsatzbereich)
Start: Jederzeit nach Absprache möglich
Vergütung: Unbezahlt (du erhältst aber eine offizielle Bescheinigung)
Während deines Freiwilligendienstes profitierst du von zahlreichen Vorteilen: Du erhältst Taschengeld, kannst an Seminaren teilnehmen und knüpfst wertvolle Kontakte für deine Zukunft.
Mit deinem sozialen Engagement machst du den Unterschied und leistest einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und die uns anvertrauten Menschen.
Ein FSJ oder BFD ist der perfekte Türöffner für eine spätere Ausbildung bei der Franziskus Stiftung. Viele unserer Azubis sind über diesen Weg zu uns gekommen. Dein Freiwilligendienst gilt als Pflegepraktikum und verbessert deine Chancen auf begehrte Ausbildungs- und Studienplätze.
Während deines Freiwilligendienstes nimmst du an spannenden Seminartagen teil. Dort triffst du andere Freiwillige, tauschst dich über eure Erfahrungen aus und arbeitest in Workshops zu Themen wie Politik, Gesellschaft, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung. Statt Frontalunterricht erwarten dich Aktionen, Diskussionen und praktische Übungen, die dich wirklich weiterbringen.
Du stärkst deine sozialen Kompetenzen, lernst Verantwortung zu übernehmen und entwickelst dich persönlich weiter.
Bei uns bist du von Anfang an Teil des Teams, du nimmst an Teamsitzungen und Mitarbeiterfesten teil und erhältst Arbeitskleidung.
Du erhältst realistische Einblicke in soziale und pflegerische Berufe und kannst in Ruhe herausfinden, was am besten zu dir passt.
Du erhältst ein monatliches Taschengeld und in der Regel Zuschüsse für Verpflegung und Unterkunft. Die Sozialversicherungsbeiträge werden ebenfalls übernommen und deine Eltern haben weiterhin Anspruch auf Kindergeld.
Ob beruflicher Wechsel, Wiedereinstieg oder Vorbereitung auf den Ruhestand: Der BFD bietet dir einen geschützten Rahmen für deine Neuorientierung. Sozialversicherung, Seminare und fachliche Begleitung sind inklusive.
Du hast Anspruch auf 30 Urlaubstage pro Jahr – ausreichend Zeit zum Entspannen und Energie tanken.
Einige unserer Einrichtungen bieten zusätzliche Leistungen wie kostenlose Wohnmöglichkeiten im Wohnheim, ein Jobticket, kostenloses Mittagessen oder andere Vorteile. Welche Benefits genau angeboten werden, erfährst du im Rahmen deiner Bewerbung bei der jeweiligen Einrichtung.
Dann bewirb dich jetzt und werde Teil unseres Teams!
Während deines FSJ, BFD oder Praktikums kannst du bei uns in vielen verschiedenen Bereichen tätig werden. Entdecke, was am besten zu dir passt!
In diesem Bereich erhältst du Einblicke in die Arbeit auf Krankenhausstationen. Du unterstützt bei der Pflege und Betreuung von Patientinnen und Patienten und begleitest sie zu Untersuchungen.
Hier arbeitest du in unseren Senioreneinrichtungen. Du begleitest die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Alltag und unterstützt sie bei Aktivitäten, die ihnen dabei helfen, ihren Tag zu strukturieren.
In diesem Bereich unterstützt und betreust du Patientinnen und Patienten in psychiatrischen Einrichtungen und wirkst bei der Gestaltung pflegetherapeutischer Angebote mit.
Du arbeitest mit Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen zusammen und unterstützt sie dabei, ihren Alltag zu bewältigen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Hier unterstützt du uns bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen und Angeboten für die uns anvertrauten Menschen (nur für FSJ/BFD).
Wichtig: Bei uns arbeitest du immer unter fachlicher Anleitung und erhältst eine gründliche Einarbeitung.
Jenovie, FSJlerin auf der Entgiftungsstation im St. Rochus-Hospital Telgte
„Besonders schön finde ich die Momente, in denen ich merke, wie wertvoll meine Arbeit ist – zum Beispiel, wenn ich einen Patienten motivieren kann, trotz eines schlechten Tages mit mir spazieren zu gehen oder eine Aktivität zu machen. Es ist ein besonderes Gefühl, wenn dabei Gespräche entstehen und die Patienten anfangen, sich zu öffnen.“
Tim, FSJ-Beauftragter in der Klinik Maria Frieden Telgte
„Ein großer Bereich meiner Arbeit ist die Begleitung von Pflegefachkräften in Anerkennung (PIA) und Freiwilligendienstleistenden. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie sie sich in wenigen Wochen entwickeln, eigenständig arbeiten und sprachlich wie fachlich große Fortschritte machen. Das macht mich stolz und zeigt, wie viel Potenzial in jedem steckt, der bei uns anfängt.“
Lisa, heute OTA-Auszubildende im St. Franziskus-Hospital Münster
„Durch mein FSJ konnte ich bereits vor meiner Ausbildung die Arbeit im OP kennenlernen und erste praktische Erfahrungen sammeln. Das hat mir den Einstieg in die OTA-Ausbildung enorm erleichtert und mir gezeigt, dass ich wirklich Freude an diesem Beruf habe. Im Nachhinein war mein FSJ für mich genau die richtige Entscheidung – ich konnte herausfinden, was mir liegt, und war bestens vorbereitet für die Ausbildung.“
Nambi, absolviert ihren Bundesfreiwilligendienst in der Klinik Maria Frieden Telgte
„Es gibt immer wieder Momente, in denen ich merke, dass meine Arbeit hier Sinn macht. Ich kann etwas bewegen und bekomme viel zurück. Besonders schön ist es, wenn die Patienten sich freuen, mich zu sehen – manche kennen mich schon dafür, dass ich singe und lache. Das bringt gute Stimmung. Ich begleite die Patienten zur Therapie, helfe im Alltag und merke, wie wichtig es ist, für andere da zu sein.“
Shamen, absolviert ihren Bundesfreiwilligendienst in der Klinik Maria Frieden Telgte
„Im BFD habe ich nicht nur die Abläufe in der Klinik kennengelernt, sondern auch viele neue Freunde gefunden. Wir wohnen zusammen im Wohnheim und tauschen uns regelmäßig aus. Die Seminare und die Unterstützung durch erfahrene Kolleginnen haben mir gezeigt, wie vielseitig und wertvoll die Arbeit im Pflegebereich ist. Das BFD hat mir geholfen, meinen Weg zu finden und mich für die Ausbildung zur Pflegekraft zu entscheiden.“
Tsiky, BFDlerin im St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank
„Ich habe hier im Krankenhaus in kurzer Zeit unglaublich viel gelernt – von Blutdruck messen über Zugänge ziehen bis hin zum eigenständigen Arbeiten mit den Patientinnen und Patienten. Das Team traut mir viel zu und fragt mich aktiv, ob ich neue Dinge ausprobieren möchte. So wachse ich Schritt für Schritt in die Pflege hinein und fühle mich nicht wie eine Praktikantin, sondern wie eine richtige Mitarbeiterin.“
Jan, ehemaliger FSJler, absolviert derzeit eine Pflegeausbildung im St. Franziskus-Hospital Ahlen
„Ich wurde zu einem Probetag mit kurzem Vorstellungsgespräch eingeladen und konnte mir in Ruhe anschauen, wie die Arbeit im St. Franziskus-Hospital Ahlen läuft. In dem Gespräch wurde offen darauf eingegangen, wie ich mir mein FSJ vorstelle – sogar die Kombination aus Station und Notaufnahme ließ sich flexibel organisieren. Am Ende hat es mir in der Notaufnahme so gut gefallen, dass ich dortgeblieben bin.“
Werde Teil unseres Teams und sammle deine eigenen Erfahrungen. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!
Der Bewerbungsprozess für ein FSJ oder BFD unterscheidet sich von einer klassischen Bewerbung, da mehrere Parteien beteiligt sind: Du, der Träger und wir als Einsatzstelle.
Schau dir unsere verschiedenen Einsatzmöglichkeiten an und finde den Bereich, der am besten zu dir passt. Bei Fragen kannst du gerne eine unserer Einrichtungen kontaktieren.
Sende uns deine Unterlagen über unser Online-Formular. Füge ein kurzes Anschreiben, einen Lebenslauf und relevante Zeugnisse (Schul-, Ausbildungs- oder Arbeitszeugnisse) hinzu.
Wir laden dich zu einem persönlichen Gespräch ein. Dabei hast du die Möglichkeit, deine mögliche Einsatzstelle kennenzulernen und an einem Schnuppertag teilzunehmen.
Damit dein FSJ/BFD starten kann, müssen alle zustimmen: Du, der Träger (z. B. FSD Bistum Münster oder DRK) und wir als Einsatzstelle. Der Träger ist dein Vertragspartner und übernimmt deine pädagogische Betreuung.
Nach der Zusage schließt du einen Vertrag mit dem Träger ab. Zum vereinbarten Termin geht's los: Du wirst eingearbeitet und hast eine feste Ansprechperson an deiner Seite.
Wenn du dich für ein Praktikum bewerben möchtest, nutze bitte unser Initiativbewerbungsformular.
Gib dabei einfach den gewünschten Zeitraum und den Bereich an.
Du hast noch Fragen zum FSJ, zum BFD oder zu Praktika? Wir haben die Antworten. Deine Frage ist nicht dabei? Dann nimm gerne Kontakt mit uns auf!
In allen Einrichtungen der Franziskus Stiftung – von Krankenhäusern und Psychiatrie über Altenhilfeeinrichtungen bis hin zur Eingliederungshilfe.
Wenn du zwischen 16 und 27 Jahre alt bist, macht es im Alltag keinen Unterschied, ob du ein FSJ oder einen BFD machst. Du arbeitest im gleichen Team, hast die gleichen Aufgaben und Vorteile. Der einzige Unterschied liegt in der Trägerschaft: Beim FSJ sind es Caritas, Bistum oder DRK, beim BFD ist es der Bund.
Der Vorteil des BFD ist, dass es altersunabhängig ist und ab 27 Jahren auch in Teilzeit absolviert werden kann.
Ja. Du hast eine feste Ansprechperson in deiner Einrichtung und nimmst an mehreren pädagogisch geleiteten Seminaren teil (25 Tage bei 12 Monaten), bei denen du auch andere Freiwillige kennenlernst.
Ja, der Einstieg in eine Ausbildung ist nach einem FSJ oder BFD deutlich einfacher. Viele ehemalige FSJler und BFDler machen anschließend auch eine Ausbildung bei uns. Eine Übernahme ist nicht garantiert, wird aber angestrebt.
Ein FSJ oder BFD wird für viele soziale und medizinische Studiengänge als Pflegepraktikum anerkannt. Ob und inwiefern es bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt wird, hängt von der jeweiligen Hochschule ab.
Im Gegenteil! Der BFD ist bewusst altersunabhängig: Bei uns engagieren sich Menschen von 16 bis ins Rentenalter. Deine Lebenserfahrung ist besonders in der sozialen Betreuung wertvoll. Viele unserer älteren BFD-Teilnehmer berichten, dass sie gerade durch ihre Reife ein wichtiger Bestandteil des Teams sind.
Ja, ab 27 Jahren ist der BFD in Teilzeit möglich, mit einer Mindestzahl von 20 Stunden pro Woche. Das ermöglicht dir, den Freiwilligendienst mit Kindern, der Pflege von Angehörigen oder anderen Verpflichtungen zu vereinbaren. Sprich uns einfach an – gemeinsam finden wir eine passende Lösung.
Nein, leider können wir derzeit keine Bewerbungen aus dem Ausland für ein FSJ, BFD oder Praktikum annehmen. Weitere Informationen dazu findest du hier.
Ja, du kannst dir einen Bereich gerne ein bis zwei Tage lang anschauen, bevor du dich entscheidest.
Das hängt vom Typ des Praktikums ab:
Schulpraktika dauern in der Regel zwei bis drei Wochen,
Tagespraktika ein bis zwei Tage.
FOS-Praktika (11. Klasse): Wende dich bitte direkt an die jeweiligen Einrichtungen. Zusammen schauen wir, was möglich ist!
Ja, am Ende deines Praktikums erhältst du eine offizielle Bescheinigung.
Entdecke unsere aktuellen FSJ- und BFD-Stellen und werde Teil unseres Teams! Wenn du weitere Infos benötigst, wende dich bitte an die Ansprechperson in der jeweiligen Stellenanzeige.
Bitte beachte, dass wir derzeit leider keine Bewerbungen aus dem Ausland annehmen können.
„Unser „Advanced Nursing Practice“-Projekt (ANP) ist eine Initiative, die direkt aus dem Pflegeteam heraus entstanden ist und nicht von oben verordnet wurde. Das Ziel von vier erfahrenen, studierten Pflegekräften war es, akademische Kompetenzen in den Pflegealltag zu integrieren, um die Patientenversorgung evidenzbasiert zu verbessern.
Das Besondere: Das ANP-Projektteam arbeitet weiterhin anteilig auf den Stationen, um Bedarfe selbst zu erkennen und zu sehen, an welcher Stelle im System es tatsächlich hakt. Dieses praxisbezogene Vorgehen ist der entscheidende Unterschied zu anderen Ansätzen und wird von der Pflegedirektion ausdrücklich gefördert.
Die von uns identifizierten Probleme bereiten wir mit unserem akademischen Hintergrund lösungsorientiert auf. Unsere Ideen sind also nicht nur theoretisch, sondern auch praxiserprobt. So haben wir uns als Bindeglied zwischen den Stationen, unseren Kolleg:innen auf der Intensivstation, der Pflegefachleitung und dem ärztlichen Team etabliert und gestalten Veränderung aktiv mit.
Die Ergebnisse sind spürbar: Ein zentrales Projekt ist die Prävention von beatmungsassoziierten Pneumonien (VAP). Durch die Zusammenarbeit mit der Krankenhaushygiene konnten wir die Häufigkeit dieser Erkrankungen bereits nachweislich senken. Darüber hinaus haben wir die Praxisanleitung konzeptionell gestärkt und einen strukturierten Onboarding-Tag für neue Mitarbeitende eingeführt. Derzeit erarbeiten wir ein neues Einarbeitungskonzept für die Intensivstationen.
Im Grunde leistet unser Team hier Pionierarbeit. Es geht darum zu erproben, wie wir die Kompetenzen akademisierter Pflegekräfte sinnvoll und dauerhaft in die Versorgungslandschaft integrieren können. Dafür schenkt uns die Klinikleitung viel Vertrauen und die Freiheit, neue Wege zu gehen. So gestalten wir aktiv die Pflege von morgen und bieten eine Perspektive für alle, die mehr bewegen wollen.“
Matthias kam im Jahr 2024 durch das innovative APN-Projekt ins Franziskus Hospital. Als Pflegeexperte APN (M. Sc.), Praxisanleiter und Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie ist er Teil des vierköpfigen Projektteams und gestaltet die Pflegequalität aktiv mit. Parallel dazu erweitert er aktuell seine Expertise in einem zweiten ANP-spezifischen Masterstudium.
Advanced Nursing Practice (ANP) ist ein international etabliertes Konzept, bei dem akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen ihre erweiterte Expertise direkt in die Patientenversorgung einbringen. Am Franziskus Hospital nutzen wir diesen Ansatz, um wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu überführen. So verbessern wir evidenzbasiert die Pflegequalität und Patientenversorgung, beispielsweise durch unser VAP-Projekt.
Advanced Practice Nurse (APN) bezeichnet die Pflegefachperson, die dieses Konzept in der Praxis umsetzt. Diese speziell ausgebildeten Fachkräfte tragen dazu bei, die Versorgung der Patienten auf einem hohen professionellen Niveau sicherzustellen.
Dann gestalte sie in einem Team, das dich wertschätzt und Pflege wirksam macht!
„Als unser Personalleiter für das Jobsurfing-Projekt zu uns auf die Station kam, waren wir erst mal ziemlich aufgeregt, aber auch neugierig. Wie würde jemand von außen unsere Arbeit erleben? Wir haben einfach unseren normalen Alltag gezeigt und ihn einfach mit an die Hand genommen. Es war beeindruckend zu sehen, wie überwältigt er von den vielfältigen Aufgaben war.
Das Schönste war: Er hat sofort mitgemacht! Er hat beim Bettenmachen geholfen und wollte wissen, wie man eine Spritze aufzieht. „Ich will mit anpacken“, hat er gesagt. Am Ende des Tages war er überwältigt von allem, was zu unserem Beruf gehört und was wir täglich leisten.
Wir konnten ihm zeigen, dass unser Beruf weit über das alte Bild hinausgeht. Pflege bei uns bedeutet Teamarbeit mit Ärzten, Therapeuten und anderen Berufsgruppen. Wir begleiten Auszubildende, führen Beratungsgespräche und sind für unsere Patienten da – fachlich und menschlich. Als Praxisanleiterin habe ich ihn auch an einem Schülergespräch teilnehmen lassen. „Mein Gott, wie Sie das gemacht haben!“, war sein Kommentar.
Was mich freut: Er hat gesehen, wie vielfältig und schön unser Beruf wirklich ist. Von der medizinischen Versorgung über die Anleitung bis hin zur menschlichen Betreuung – jeder Tag ist anders und bringt neue Situationen.
Es ist ein tolles Gefühl, wenn Menschen, die sonst nicht in der Pflege arbeiten, durch das Jobsurfing wertvolle Einblicke bekommen. So etwas schafft ein neues Verständnis und Wertschätzung für die Pflege. Wer einmal dabei war, sieht unsere Arbeit mit ganz anderen Augen.“
Hasret ist seit ihrer Ausbildung im Jahr 1999 für das Wohl der uns anvertrauten Menschen tätig. Heute ist sie Stationsleiterin in der Neurologie/Geriatrie, Praxisanleiterin und Wundexpertin im St. Elisabeth-Krankenhaus Recklinghausen.
Beim Jobsurfing haben Mitarbeitende aus den unterschiedlichsten Bereichen die Möglichkeit, für einen Tag die Perspektive zu wechseln und in eine ganz andere Abteilung hineinzuschnuppern. Beispielsweise können sie von der Pflege in die Hygiene, vom Labor in die Diagnostik oder von der Verwaltung in die Gärtnerei wechseln. Dabei geht es vor allem darum, den eigenen Horizont zu erweitern, mehr Verständnis für andere zu entwickeln und sich persönlich weiterzubilden.
Dann gestalte sie in einem Team, das dich wertschätzt und Pflege wirksam macht!
„Alles begann mit dem Gedanken, den „Tag der Pflege“ bedeutsamer zu gestalten als nur mit Kuchen und Waffeln. Inspiriert von einem Film über politische Vorbilder wollte ich die stillen Helden unseres Hauses ins Rampenlicht rücken: die Kolleginnen und Kollegen, die andere mit ihrem Geist begeistern und anstecken.
Um der Idee von vornherein mehr Gewicht zu verleihen, habe ich aus dem „Tag der Pflege“ einen „Monat der Pflege“ gemacht. Ich habe das Projekt initiiert und mit viel persönlichem Einsatz umgesetzt. Bei der Durchführung bin ich in kleinen Schritten vorgegangen: Ich habe gezielt frisch examinierte Kolleginnen und Kollegen angesprochen, in Leitungssitzungen geworben und die Praxisanleiter ins Boot geholt. Um die Teilnahme so einfach wie möglich zu halten, reichten ein Zettel, ein Name und eine kurze Begründung. Anschließend habe ich Interviews geführt, Fotos gemacht und die Ausstellung gestaltet. Aus den zahlreichen Nennungen ist am Ende eine Sammlung von elf beeindruckenden Porträts entstanden.
Die Reaktionen auf die Ausstellung waren überwältigend. Am Ende bin ich sehr stolz drauf, besonders, als ich hörte, dass eines der Vorbilder der Pflege, meine Kollegin Monika, von Patienten wiedererkannt und auf ihr Foto angesprochen wurde. Das hat mich nochmal sehr gefreut und darin bestärkt, dass sich der Aufwand lohnt.
Weil es viel zu schade gewesen wäre, die Bilder danach einfach verschwinden zu lassen, hängen sie jetzt dauerhaft auf Station A5. Sie sind dort ein tägliches, sichtbares Zeichen gelebter Wertschätzung und sollen daran erinnern, dass man auch sehr stolz auf die eigene Arbeit sein kann.“
Manuel sorgt seit 2011 für das Wohl der uns anvertrauten Menschen. Eingestiegen ist er als Gesundheits- und Krankenpfleger im Franziskus Hospital Münster. Nach der Fachweiterbildung „Intensiv- und Anästhesiepflege“, einer Ausbildung zum Praxisanleiter und als Trainee im Pflegemanagement ist er heute Assistent der Pflegedirektion im Maria-Josef-Hospital Greven.
Monika
ist nach ihrer Ausbildung Altenpflegerin und Praxisanleiterin
Bei „Vorbilder der Pflege“ können Mitarbeitende geschätzte Kolleginnen und Kollegen als Vorbilder nominieren und so ihre persönliche Wertschätzung ausdrücken. Dabei geht es vor allem darum, die gegenseitige Wertschätzung zu fördern, den Teamgeist zu stärken und die oft stillen Leistungen im Arbeitsalltag sichtbar zu machen.
Dann gestalte sie in einem Team, das dich wertschätzt und Pflege wirksam macht!