FSJ, BFD & Praktikum

Entdecke deine Möglichkeiten im Gesundheitswesen

Du möchtest herausfinden, ob ein sozialer Beruf zu dir passt? Ob Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Praktikum: Bei der Franziskus Stiftung sammelst du wertvolle Erfahrungen, lernst die Arbeit im Gesundheitswesen kennen und kannst dich sozial engagieren.

FSJ, BFD oder Praktikum: Drei Wege für deinen Einstieg

Wir bieten dir drei verschiedene Möglichkeiten, die Pflege kennenzulernen: vom kurzen Schnupperpraktikum bis hin zum mehrmonatigen Freiwilligendienst. Übrigens: FSJ und BFD sind im Alltag identisch, der Unterschied liegt nur in formalen Details. Finde heraus, welcher Weg zu dir passt!

Was ist das FSJ?

Das FSJ ist ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. Es bietet dir die Möglichkeit, dich 6 bis 12 Monate lang sozial zu engagieren und dabei wertvolle Einblicke in die Arbeit im Gesundheitswesen zu gewinnen.

Das FSJ ist ideal für dich, wenn du:

Rahmenbedingungen

Start: Jährlich am 1. August oder 1. September (andere Termine sind nach Absprache möglich)

Dauer: In der Regel 12 Monate, mindestens 6 Monate für eine Anerkennung

Alter: 16 – 27 Jahre

Urlaub: 30 Tage pro Jahr

Deine Perspektive nach dem FSJ

Nach einem FSJ ist der Einstieg in eine Ausbildung bei uns deutlich einfacher. Viele unserer Auszubildenden haben ihr FSJ zuvor bei uns absolviert. Wir möchten dich für die Pflege begeistern und dich anschließend, sofern die Voraussetzungen stimmen, in eine Ausbildung übernehmen.

Was ist der BFD?

Der BFD ist ein Freiwilligendienst für Menschen jeden Alters – vom Schulabschluss bis zum Ruhestand.

Für junge Menschen (16–27 Jahre) ist der Alltag identisch zum FSJ: Du arbeitest im gleichen Team, hast die gleichen Aufgaben und Vorteile. Der einzige Unterschied liegt in der Trägerschaft.

Das Besondere: Ab 27 Jahren kannst du den BFD auch in Teilzeit (mindestens 20 Stunden pro Woche) absolvieren. Das ist ideal für alle, die sich beruflich neu orientieren oder sich neben ihren anderen Verpflichtungen engagieren möchten.

Der BFD ist perfekt für dich, wenn du:

Rahmenbedingungen

Start: Jährlich am 1. August oder 1. September (andere Termine sind nach Absprache möglich)

Dauer: In der Regel 12 Monate, mindestens 6 Monate für eine Anerkennung

Alter: Ab 16 Jahren, ohne Altersbegrenzung

Urlaub: 30 Tage pro Jahr

Darum ist der BFD besonders interessant für alle ab 27 Jahren

Teilzeit möglich: ab 20 Stunden pro Woche
Berufserfahrung einbringen: Deine Lebenserfahrung ist wertvoll, besonders in der sozialen Betreuung.
Flexible Perspektiven: Ob Neuorientierung, Übergang in den Ruhestand oder ehrenamtliches Engagement.

Deine Perspektive nach dem BFD

Auch nach dem Bundesfreiwilligendienst ist der Einstieg in eine Ausbildung bei uns deutlich einfacher. Der BFD eignet sich auch hervorragend zur beruflichen Neuorientierung. Ob Festanstellung als Pflegehelferin oder Pflegehelfer, berufsbegleitende Qualifizierung oder ehrenamtliches Engagement – gemeinsam finden wir deinen Weg.

Dein Praktikum bei uns

Ein Praktikum in der Pflege ist die perfekte Möglichkeit, um herauszufinden, ob ein sozialer Beruf zu dir passt. Du erhältst intensive Einblicke in die Arbeit in unseren Krankenhäusern oder Altenhilfeeinrichtungen.

Diese Praktika bieten wir an

Jahrespraktikum (FOS)

Einige unserer Einrichtungen bieten auch Jahrespraktika für Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse Fachoberschule (Sozial- und Gesundheitswesen) an. Bitte bewirb dich über unser Initiativbewerbungsformular und gib dabei dein Interesse am FOS-Praktikum an.

Wichtig zu wissen

Dauer: Ab 1 Woche (Schulpraktikum meist 2 – 3 Wochen)

Alter: Ab 14 Jahren (je nach Einsatzbereich)

Start: Jederzeit nach Absprache möglich

Vergütung: Unbezahlt (du erhältst aber eine offizielle Bescheinigung)

Das bringt dir dein FSJ oder BFD

Während deines Freiwilligendienstes profitierst du von zahlreichen Vorteilen: Du erhältst Taschengeld, kannst an Seminaren teilnehmen und knüpfst wertvolle Kontakte für deine Zukunft.

Sinnvolle Arbeit

Mit deinem sozialen Engagement machst du den Unterschied und leistest einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und die uns anvertrauten Menschen.

Starker Start für deine Zukunft

Ein FSJ oder BFD ist der perfekte Türöffner für eine spätere Ausbildung bei der Franziskus Stiftung. Viele unserer Azubis sind über diesen Weg zu uns gekommen. Dein Freiwilligendienst gilt als Pflegepraktikum und verbessert deine Chancen auf begehrte Ausbildungs- und Studienplätze.

Seminare & Vernetzung

Während deines Freiwilligendienstes nimmst du an spannenden Seminartagen teil. Dort triffst du andere Freiwillige, tauschst dich über eure Erfahrungen aus und arbeitest in Workshops zu Themen wie Politik, Gesellschaft, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung. Statt Frontalunterricht erwarten dich Aktionen, Diskussionen und praktische Übungen, die dich wirklich weiterbringen.

Persönliche Entwicklung

Du stärkst deine sozialen Kompetenzen, lernst Verantwortung zu übernehmen und entwickelst dich persönlich weiter.

Vollwertiges Teammitglied

Bei uns bist du von Anfang an Teil des Teams, du nimmst an Teamsitzungen und Mitarbeiterfesten teil und erhältst Arbeitskleidung.

Berufliche Orientierung

Du erhältst realistische Einblicke in soziale und pflegerische Berufe und kannst in Ruhe herausfinden, was am besten zu dir passt.

Taschengeld & Zuschüsse

Du erhältst ein monatliches Taschengeld und in der Regel Zuschüsse für Verpflegung und Unterkunft. Die Sozialversicherungsbeiträge werden ebenfalls übernommen und deine Eltern haben weiterhin Anspruch auf Kindergeld.

Neuorientierung mit Sinn und Sicherheitsnetz

Ob beruflicher Wechsel, Wiedereinstieg oder Vorbereitung auf den Ruhestand: Der BFD bietet dir einen geschützten Rahmen für deine Neuorientierung. Sozialversicherung, Seminare und fachliche Begleitung sind inklusive.

30 Tage Urlaub

Du hast Anspruch auf 30 Urlaubstage pro Jahr – ausreichend Zeit zum Entspannen und Energie tanken.

Zusätzliche Benefits je nach Einrichtung:

Einige unserer Einrichtungen bieten zusätzliche Leistungen wie kostenlose Wohnmöglichkeiten im Wohnheim, ein Jobticket, kostenloses Mittagessen oder andere Vorteile. Welche Benefits genau angeboten werden, erfährst du im Rahmen deiner Bewerbung bei der jeweiligen Einrichtung.

Bist du bereit für deinen Freiwilligendienst?

Dann bewirb dich jetzt und werde Teil unseres Teams!

Mögliche Einsatzbereiche für dein FSJ oder BFD

Während deines FSJ, BFD oder Praktikums kannst du bei uns in vielen verschiedenen Bereichen tätig werden. Entdecke, was am besten zu dir passt!

In diesem Bereich erhältst du Einblicke in die Arbeit auf Krankenhausstationen. Du unterstützt bei der Pflege und Betreuung von Patientinnen und Patienten und begleitest sie zu Untersuchungen.

Hier arbeitest du in unseren Senioreneinrichtungen. Du begleitest die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Alltag und unterstützt sie bei Aktivitäten, die ihnen dabei helfen, ihren Tag zu strukturieren.

In diesem Bereich unterstützt und betreust du Patientinnen und Patienten in psychiatrischen Einrichtungen und wirkst bei der Gestaltung pflegetherapeutischer Angebote mit.

Du arbeitest mit Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen zusammen und unterstützt sie dabei, ihren Alltag zu bewältigen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Hier unterstützt du uns bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen und Angeboten für die uns anvertrauten Menschen (nur für FSJ/BFD).

Egal, für was du dich entscheidest – das sind typische Aufgaben:

Wichtig: Bei uns arbeitest du immer unter fachlicher Anleitung und erhältst eine gründliche Einarbeitung.

Erfahrungen aus erster Hand

So ist das FSJ/BFD in der Franziskus Stiftung

Klingt überzeugend? Dann bewirb dich jetzt!

Werde Teil unseres Teams und sammle deine eigenen Erfahrungen. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Dein Bewerbungsprozess

Der Bewerbungsprozess für ein FSJ oder BFD unterscheidet sich von einer klassischen Bewerbung, da mehrere Parteien beteiligt sind: Du, der Träger und wir als Einsatzstelle.

Bewerbung für ein Praktikum:

Wenn du dich für ein Praktikum bewerben möchtest, nutze bitte unser Initiativbewerbungsformular.
Gib dabei einfach den gewünschten Zeitraum und den Bereich an.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Du hast noch Fragen zum FSJ, zum BFD oder zu Praktika? Wir haben die Antworten. Deine Frage ist nicht dabei? Dann nimm gerne Kontakt mit uns auf!

In allen Einrichtungen der Franziskus Stiftung – von Krankenhäusern und Psychiatrie über Altenhilfeeinrichtungen bis hin zur Eingliederungshilfe.

Wenn du zwischen 16 und 27 Jahre alt bist, macht es im Alltag keinen Unterschied, ob du ein FSJ oder einen BFD machst. Du arbeitest im gleichen Team, hast die gleichen Aufgaben und Vorteile. Der einzige Unterschied liegt in der Trägerschaft: Beim FSJ sind es Caritas, Bistum oder DRK, beim BFD ist es der Bund.

Der Vorteil des BFD ist, dass es altersunabhängig ist und ab 27 Jahren auch in Teilzeit absolviert werden kann.

Ja. Du hast eine feste Ansprechperson in deiner Einrichtung und nimmst an mehreren pädagogisch geleiteten Seminaren teil (25 Tage bei 12 Monaten), bei denen du auch andere Freiwillige kennenlernst.

Ja, der Einstieg in eine Ausbildung ist nach einem FSJ oder BFD deutlich einfacher. Viele ehemalige FSJler und BFDler machen anschließend auch eine Ausbildung bei uns. Eine Übernahme ist nicht garantiert, wird aber angestrebt.

Ein FSJ oder BFD wird für viele soziale und medizinische Studiengänge als Pflegepraktikum anerkannt. Ob und inwiefern es bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt wird, hängt von der jeweiligen Hochschule ab.

Im Gegenteil! Der BFD ist bewusst altersunabhängig: Bei uns engagieren sich Menschen von 16 bis ins Rentenalter. Deine Lebenserfahrung ist besonders in der sozialen Betreuung wertvoll. Viele unserer älteren BFD-Teilnehmer berichten, dass sie gerade durch ihre Reife ein wichtiger Bestandteil des Teams sind.

Ja, ab 27 Jahren ist der BFD in Teilzeit möglich, mit einer Mindestzahl von 20 Stunden pro Woche. Das ermöglicht dir, den Freiwilligendienst mit Kindern, der Pflege von Angehörigen oder anderen Verpflichtungen zu vereinbaren. Sprich uns einfach an – gemeinsam finden wir eine passende Lösung.

Nein, leider können wir derzeit keine Bewerbungen aus dem Ausland für ein FSJ, BFD oder Praktikum annehmen. Weitere Informationen dazu findest du hier.

Ja, du kannst dir einen Bereich gerne ein bis zwei Tage lang anschauen, bevor du dich entscheidest.

Das hängt vom Typ des Praktikums ab:

  • Schulpraktika dauern in der Regel zwei bis drei Wochen,

  • Tagespraktika ein bis zwei Tage.

  • FOS-Praktika (11. Klasse): Wende dich bitte direkt an die jeweiligen Einrichtungen. Zusammen schauen wir, was möglich ist!

Ja, am Ende deines Praktikums erhältst du eine offizielle Bescheinigung.

Unsere aktuellen FSJ- und BFD-Stellen

Entdecke unsere aktuellen FSJ- und BFD-Stellen und werde Teil unseres Teams! Wenn du weitere Infos benötigst, wende dich bitte an die Ansprechperson in der jeweiligen Stellenanzeige.
Bitte beachte, dass wir derzeit leider keine Bewerbungen aus dem Ausland annehmen können.

Die passende Stelle ist nicht dabei? Dann bewirb dich doch einfach initiativ bei deiner gewünschten Einrichtung!

Unser APN-Projekt
Pflege neu denken und gestalten

Unser „Advanced Nursing Practice“-Projekt (ANP) ist eine Initiative, die direkt aus dem Pflegeteam heraus entstanden ist und nicht von oben verordnet wurde. Das Ziel von vier erfahrenen, studierten Pflegekräften war es, akademische Kompetenzen in den Pflegealltag zu integrieren, um die Patientenversorgung evidenzbasiert zu verbessern.

Das Besondere: Das ANP-Projektteam arbeitet weiterhin anteilig auf den Stationen, um Bedarfe selbst zu erkennen und zu sehen, an welcher Stelle im System es tatsächlich hakt. Dieses praxisbezogene Vorgehen ist der entscheidende Unterschied zu anderen Ansätzen und wird von der Pflegedirektion ausdrücklich gefördert.

Die von uns identifizierten Probleme bereiten wir mit unserem akademischen Hintergrund lösungsorientiert auf. Unsere Ideen sind also nicht nur theoretisch, sondern auch praxiserprobt. So haben wir uns als Bindeglied zwischen den Stationen, unseren Kolleg:innen auf der Intensivstation, der Pflegefachleitung und dem ärztlichen Team etabliert und gestalten Veränderung aktiv mit.

Die Ergebnisse sind spürbar: Ein zentrales Projekt ist die Prävention von beatmungsassoziierten Pneumonien (VAP). Durch die Zusammenarbeit mit der Krankenhaushygiene konnten wir die Häufigkeit dieser Erkrankungen bereits nachweislich senken. Darüber hinaus haben wir die Praxisanleitung konzeptionell gestärkt und einen strukturierten Onboarding-Tag für neue Mitarbeitende eingeführt. Derzeit erarbeiten wir ein neues Einarbeitungskonzept für die Intensivstationen.

Im Grunde leistet unser Team hier Pionierarbeit. Es geht darum zu erproben, wie wir die Kompetenzen akademisierter Pflegekräfte sinnvoll und dauerhaft in die Versorgungslandschaft integrieren können. Dafür schenkt uns die Klinikleitung viel Vertrauen und die Freiheit, neue Wege zu gehen. So gestalten wir aktiv die Pflege von morgen und bieten eine Perspektive für alle, die mehr bewegen wollen.“

Matthias kam im Jahr 2024 durch das innovative APN-Projekt ins Franziskus Hospital. Als Pflegeexperte APN (M. Sc.), Praxisanleiter und Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie ist er Teil des vierköpfigen Projektteams und gestaltet die Pflegequalität aktiv mit. Parallel dazu erweitert er aktuell seine Expertise in einem zweiten ANP-spezifischen Masterstudium.

Das ist Advanced Practice Nursing (ANP):

Advanced Nursing Practice (ANP) ist ein international etabliertes Konzept, bei dem akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen ihre erweiterte Expertise direkt in die Patientenversorgung einbringen. Am Franziskus Hospital nutzen wir diesen Ansatz, um wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu überführen. So verbessern wir evidenzbasiert die Pflegequalität und Patientenversorgung, beispielsweise durch unser VAP-Projekt.

Advanced Practice Nurse (APN) bezeichnet die Pflegefachperson, die dieses Konzept in der Praxis umsetzt. Diese speziell ausgebildeten Fachkräfte tragen dazu bei, die Versorgung der Patienten auf einem hohen professionellen Niveau sicherzustellen.

Bist du bereit, deine eigene Geschichte zu schreiben?

Dann gestalte sie in einem Team, das dich wertschätzt und Pflege wirksam macht!

Jobsurfing in der Pflege

„Als unser Personalleiter für das Jobsurfing-Projekt zu uns auf die Station kam, waren wir erst mal ziemlich aufgeregt, aber auch neugierig. Wie würde jemand von außen unsere Arbeit erleben? Wir haben einfach unseren normalen Alltag gezeigt und ihn einfach mit an die Hand genommen. Es war beeindruckend zu sehen, wie überwältigt er von den vielfältigen Aufgaben war.

Das Schönste war: Er hat sofort mitgemacht! Er hat beim Bettenmachen geholfen und wollte wissen, wie man eine Spritze aufzieht. „Ich will mit anpacken“, hat er gesagt. Am Ende des Tages war er überwältigt von allem, was zu unserem Beruf gehört und was wir täglich leisten.

Wir konnten ihm zeigen, dass unser Beruf weit über das alte Bild hinausgeht. Pflege bei uns bedeutet Teamarbeit mit Ärzten, Therapeuten und anderen Berufsgruppen. Wir begleiten Auszubildende, führen Beratungsgespräche und sind für unsere Patienten da – fachlich und menschlich. Als Praxisanleiterin habe ich ihn auch an einem Schülergespräch teilnehmen lassen. „Mein Gott, wie Sie das gemacht haben!“, war sein Kommentar.

Was mich freut: Er hat gesehen, wie vielfältig und schön unser Beruf wirklich ist. Von der medizinischen Versorgung über die Anleitung bis hin zur menschlichen Betreuung – jeder Tag ist anders und bringt neue Situationen.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn Menschen, die sonst nicht in der Pflege arbeiten, durch das Jobsurfing wertvolle Einblicke bekommen. So etwas schafft ein neues Verständnis und Wertschätzung für die Pflege. Wer einmal dabei war, sieht unsere Arbeit mit ganz anderen Augen.“

Hasret ist seit ihrer Ausbildung im Jahr 1999 für das Wohl der uns anvertrauten Menschen tätig. Heute ist sie Stationsleiterin in der Neurologie/Geriatrie, Praxisanleiterin und Wundexpertin im St. Elisabeth-Krankenhaus Recklinghausen.

Das ist Jobsurfing:

Beim Jobsurfing haben Mitarbeitende aus den unterschiedlichsten Bereichen die Möglichkeit, für einen Tag die Perspektive zu wechseln und in eine ganz andere Abteilung hineinzuschnuppern. Beispielsweise können sie von der Pflege in die Hygiene, vom Labor in die Diagnostik oder von der Verwaltung in die Gärtnerei wechseln. Dabei geht es vor allem darum, den eigenen Horizont zu erweitern, mehr Verständnis für andere zu entwickeln und sich persönlich weiterzubilden.

Bist du bereit, deine eigene Geschichte zu schreiben?

Dann gestalte sie in einem Team, das dich wertschätzt und Pflege wirksam macht!

Vorbilder der Pflege

„Alles begann mit dem Gedanken, den „Tag der Pflege“ bedeutsamer zu gestalten als nur mit Kuchen und Waffeln. Inspiriert von einem Film über politische Vorbilder wollte ich die stillen Helden unseres Hauses ins Rampenlicht rücken: die Kolleginnen und Kollegen, die andere mit ihrem Geist begeistern und anstecken.

Um der Idee von vornherein mehr Gewicht zu verleihen, habe ich aus dem „Tag der Pflege“ einen „Monat der Pflege“ gemacht. Ich habe das Projekt initiiert und mit viel persönlichem Einsatz umgesetzt. Bei der Durchführung bin ich in kleinen Schritten vorgegangen: Ich habe gezielt frisch examinierte Kolleginnen und Kollegen angesprochen, in Leitungssitzungen geworben und die Praxisanleiter ins Boot geholt. Um die Teilnahme so einfach wie möglich zu halten, reichten ein Zettel, ein Name und eine kurze Begründung. Anschließend habe ich Interviews geführt, Fotos gemacht und die Ausstellung gestaltet. Aus den zahlreichen Nennungen ist am Ende eine Sammlung von elf beeindruckenden Porträts entstanden.

Die Reaktionen auf die Ausstellung waren überwältigend. Am Ende bin ich sehr stolz drauf, besonders, als ich hörte, dass eines der Vorbilder der Pflege, meine Kollegin Monika, von Patienten wiedererkannt und auf ihr Foto angesprochen wurde. Das hat mich nochmal sehr gefreut und darin bestärkt, dass sich der Aufwand lohnt.

Weil es viel zu schade gewesen wäre, die Bilder danach einfach verschwinden zu lassen, hängen sie jetzt dauerhaft auf Station A5. Sie sind dort ein tägliches, sichtbares Zeichen gelebter Wertschätzung und sollen daran erinnern, dass man auch sehr stolz auf die eigene Arbeit sein kann.“

Manuel sorgt seit 2011 für das Wohl der uns anvertrauten Menschen. Eingestiegen ist er als Gesundheits- und Krankenpfleger im Franziskus Hospital Münster. Nach der Fachweiterbildung „Intensiv- und Anästhesiepflege“, einer Ausbildung zum Praxisanleiter und als Trainee im Pflegemanagement ist er heute Assistent der Pflegedirektion im Maria-Josef-Hospital Greven.

Monika

ist nach ihrer Ausbildung Altenpflegerin und Praxisanleiterin

„So ein Projekt habe ich vorher noch nie gesehen und ich war total überrascht, als mich ein Kollege vorgeschlagen hat. Das schönste Feedback kam aber direkt von den Patienten. Einige haben mich angesprochen und gesagt: ‚Ich habe dein Foto gesehen. Was da über dich steht, passt ja genau!‘ Das hat mich wirklich sehr gefreut.“

Das ist „Vorbilder der Pflege“:

Bei „Vorbilder der Pflege“ können Mitarbeitende geschätzte Kolleginnen und Kollegen als Vorbilder nominieren und so ihre persönliche Wertschätzung ausdrücken. Dabei geht es vor allem darum, die gegenseitige Wertschätzung zu fördern, den Teamgeist zu stärken und die oft stillen Leistungen im Arbeitsalltag sichtbar zu machen.

Bist du bereit, deine eigene Geschichte zu schreiben?

Dann gestalte sie in einem Team, das dich wertschätzt und Pflege wirksam macht!